Erscheint im Dezember 2026

Unser Streit darf nicht ihre Kindheit werden

Ein Vaterbericht über Trennung, Kontaktabbruch – und die Verantwortung, Kinder nicht für die Konflikte der Erwachsenen bezahlen zu lassen.

Dieses Buch will niemanden vorführen. Es zeigt, wie aus Angst ein Kampf werden kann, wie Institutionen aneinander vorbeiarbeiten – und warum Eltern manchmal gerade dann neuen Schaden anrichten, wenn sie glauben, für ihr Kind zu kämpfen.

Hardcover-Vorderseite des Buches Unser Streit darf nicht ihre Kindheit werden von Michael Renningerzweiheim

Die Haltung dieses Buches

Klare Botschaft. Ohne Bloßstellung.

Dieses Buch erzählt von wirklichem Leid – und soll kein neues verursachen. Deshalb beschreibe ich Personen, Rollen und strittige Vorgänge bewusst zurückhaltend, aus meiner Perspektive und ohne öffentliche Schuldzuweisung. Es geht nicht um Abrechnung, sondern um Selbstkritik, Aufklärung und darum, Kinder künftig besser vor den Folgen eskalierter Erwachsenenkonflikte zu schützen.

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Warum es dieses Buch gibt

Dieses Buch soll drei Dinge verhindern

Dass Kinder zu Boten werden

Kein Kind sollte Nein, Angst, Traurigkeit oder Drohungen zwischen Erwachsenen transportieren müssen.

Dass Eltern ihre Glaubwürdigkeit verspielen

Ein unbedachter Satz, eine unbelegte Unterstellung oder hundert Seiten zur falschen Zeit können Jahre nachwirken.

Dass Hilfe zu spät beginnt

Eine Zustimmung ohne Termin, Verantwortlichen und Ersatzweg schützt noch keine Beziehung.

Was, wenn alle behaupten, das Kind zu schützen – und das Kind trotzdem einen Elternteil verliert?

Das Buch sucht keine einfache Schuldformel. Es zeigt, wie Handlungen, Unterlassungen, Wartezeiten und eigene Fehler ineinandergreifen können.

Sechs Momente aus dem Buch

Anonymisierte Szenen

Das Bild, das blieb

Später sah ich ein Bild: ein Vater in einem Käfig auf einem Polizeifahrzeug. Es war von einem meiner Kinder. Dieses Bild ließ mich nicht mehr los. Erwachsene können über Vorgänge streiten, Akten lesen und Erklärungen abgeben. Kinder tragen oft etwas anderes weiter: ein Bild, ein Gefühl, eine Szene, die sich einbrennt. Ich frage mich bis heute, welches Bild vom Vatersein in einem Kind zurückbleibt, wenn Erwachsene laut werden.

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Ein Satz in Hörweite

Ein naher Angehöriger sagte zu mir, mein Weg über Gericht und Anwälte werde dazu führen, dass ich meine Kinder nie wiedersehe. Dann sagte er: „Das verspreche ich dir!“ Eines meiner Kinder war in Hörweite. Ich spürte den Schock – und hätte die Szene sofort beenden und mein Kind schützen müssen. Ein Satz wie dieser kann sich festsetzen, lange nachdem die Erwachsenen weitergeredet haben. Für ein Kind klingt darin nicht Streit, sondern die Möglichkeit, Papa zu verlieren.

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Als ein Abschied körperlich wurde

Mein Kind weinte, klammerte sich an mich und wollte nicht loslassen. Dann wurde es mir aus den Armen genommen. Auch ich hatte den Abschied zu lange werden lassen, weil ich nicht loslassen konnte. Aber ein Kind darf nicht erleben, dass Erwachsene seinen Körper zum Austragungsort ihres Konflikts machen. Es gibt Bilder eines Abschieds, die ein Kind nicht tragen sollte. Es braucht Erwachsene, die Halt geben, statt an ihm zu ziehen.

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Wenn eine Gesundheitsfrage zur Kinderlast wird

Ich rauche niemals in geschlossenen Räumen – nicht in der Wohnung, nicht im Auto und nicht neben Kindern. Trotzdem nahm ich zu lange nicht ernst, dass Rauchgeruch an Kleidung, Händen oder Haaren bleiben kann. Für meine Kinder wurde daraus zusätzlich die Angst, ihre Zeit mit mir könne den anderen Elternteil krank machen. Diese Last gehört nicht auf Kinder. Ich hätte nicht nur recht haben wollen, sondern sofort alles tun müssen, damit meine Kinder keinen Rauchgeruch mehr mitbringen.

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Ich war der Lauteste im Haus

Bevor ich über die Fehler anderer sprechen kann, muss ich meinen eigenen nennen: Ich war im Haus zu laut. Meine Kinder mussten diese Lautstärke aushalten. Erkenntnis zählt erst, wenn sie im Alltag hörbar wird: wenn ich langsamer spreche, innehalte und Ruhe nicht mehr von anderen verlange, sondern selbst schaffe. Das ist meine Verantwortung, nicht die meiner Kinder. Jede leise Antwort ist deshalb eine bewusste Entscheidung.

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Alle waren dafür – nur ein Termin fehlte

Mehrere Stellen hielten geschützten Kontakt für sinnvoll. Alle waren grundsätzlich dafür. Was fehlte, war ein Termin. Für Erwachsene ist das eine offene Zuständigkeit, ein Kalenderproblem, ein Vorgang. Für Kinder ist es verlorene Zeit. Jeder weitere Tag ohne Begegnung verändert Nähe – und niemand darf so tun, als hätte Warten keine Folgen.

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Das Bild, das blieb

Später sah ich ein Bild: ein Vater in einem Käfig auf einem Polizeifahrzeug. Es war von einem meiner Kinder. Dieses Bild ließ mich nicht mehr los. Erwachsene können über Vorgänge streiten, Akten lesen und Erklärungen abgeben. Kinder tragen oft etwas anderes weiter: ein Bild, ein Gefühl, eine Szene, die sich einbrennt. Ich frage mich bis heute, welches Bild vom Vatersein in einem Kind zurückbleibt, wenn Erwachsene laut werden.

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Ein Satz in Hörweite

Ein naher Angehöriger sagte zu mir, mein Weg über Gericht und Anwälte werde dazu führen, dass ich meine Kinder nie wiedersehe. Dann sagte er: „Das verspreche ich dir!“ Eines meiner Kinder war in Hörweite. Ich spürte den Schock – und hätte die Szene sofort beenden und mein Kind schützen müssen. Ein Satz wie dieser kann sich festsetzen, lange nachdem die Erwachsenen weitergeredet haben. Für ein Kind klingt darin nicht Streit, sondern die Möglichkeit, Papa zu verlieren.

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Als ein Abschied körperlich wurde

Mein Kind weinte, klammerte sich an mich und wollte nicht loslassen. Dann wurde es mir aus den Armen genommen. Auch ich hatte den Abschied zu lange werden lassen, weil ich nicht loslassen konnte. Aber ein Kind darf nicht erleben, dass Erwachsene seinen Körper zum Austragungsort ihres Konflikts machen. Es gibt Bilder eines Abschieds, die ein Kind nicht tragen sollte. Es braucht Erwachsene, die Halt geben, statt an ihm zu ziehen.

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Wenn eine Gesundheitsfrage zur Kinderlast wird

Ich rauche niemals in geschlossenen Räumen – nicht in der Wohnung, nicht im Auto und nicht neben Kindern. Trotzdem nahm ich zu lange nicht ernst, dass Rauchgeruch an Kleidung, Händen oder Haaren bleiben kann. Für meine Kinder wurde daraus zusätzlich die Angst, ihre Zeit mit mir könne den anderen Elternteil krank machen. Diese Last gehört nicht auf Kinder. Ich hätte nicht nur recht haben wollen, sondern sofort alles tun müssen, damit meine Kinder keinen Rauchgeruch mehr mitbringen.

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Ich war der Lauteste im Haus

Bevor ich über die Fehler anderer sprechen kann, muss ich meinen eigenen nennen: Ich war im Haus zu laut. Meine Kinder mussten diese Lautstärke aushalten. Erkenntnis zählt erst, wenn sie im Alltag hörbar wird: wenn ich langsamer spreche, innehalte und Ruhe nicht mehr von anderen verlange, sondern selbst schaffe. Das ist meine Verantwortung, nicht die meiner Kinder. Jede leise Antwort ist deshalb eine bewusste Entscheidung.

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Alle waren dafür – nur ein Termin fehlte

Mehrere Stellen hielten geschützten Kontakt für sinnvoll. Alle waren grundsätzlich dafür. Was fehlte, war ein Termin. Für Erwachsene ist das eine offene Zuständigkeit, ein Kalenderproblem, ein Vorgang. Für Kinder ist es verlorene Zeit. Jeder weitere Tag ohne Begegnung verändert Nähe – und niemand darf so tun, als hätte Warten keine Folgen.

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Die andere Hälfte der Geschichte

Ich schreibe nicht nur über die Fehler der anderen

Ich habe zu viel geschrieben, zu schnell reagiert und aus Verzweiflung Dinge behauptet, die ich nicht belegen konnte. Ich habe Recht haben mit Wirksamkeit verwechselt. Dieses Buch verschweigt das nicht. Denn Eltern können nur aus einer Geschichte lernen, die auch dort ehrlich bleibt, wo Ehrlichkeit wehtut.

Die Reise des Buches

Fünf Teile

  1. Teil I

    Liebe wird Angst

    Trennung, Kontrollverlust – und der Irrtum, die Wahrheit setze sich von allein durch.

  2. Teil II

    Kinder werden Beweise

    Uniformen, Empfehlungen, Drohungen, Akten – und was Kinder davon wirklich sehen.

  3. Teil III

    Zeit wird Wirklichkeit

    Wartelisten, Zuständigkeiten und ein Gutachten ohne die Begegnung, auf die alle warteten.

  4. Teil IV

    Der eigene Anwalt

    Fristen, Weiterleitungen, Freigaben – und wie man ein Mandat steuert, statt es zu erleiden.

  5. Teil V

    Was ich nie wieder tun würde

    Prioritätsfilter, Ein-Seiten-Chronologie, 24-Stunden-Regel und der Plan für die ersten 30 Tage.

Zur vollständigen Buchbeschreibung

Über den Autor

Michael Renninger

Michael Renninger ist Vater von zwei Kindern und Unternehmer. Er ist kein Anwalt, Psychologe oder Therapeut. Er schreibt aus persönlicher Betroffenheit und aus mehr als zwei Jahren Erfahrung mit Umgangs-, Sorge-, Jugendamts- und Begutachtungsverfahren. Sein Ziel ist nicht, anderen zu sagen, wie ihr Verfahren ausgeht. Er will zeigen, welche Fehler er früher hätte vermeiden müssen.

Mehr über den Autor

Neben dem Buch

Du stehst gerade selbst mitten darin?

Neben dem Buch gibt es eine klar abgegrenzte persönliche Orientierung. Sie hilft Betroffenen, ihre Situation zu sortieren, drei nächste Schritte zu priorisieren und bessere Fragen für Anwalt, Jugendamt oder Beratungsstelle vorzubereiten. Keine Rechtsberatung. Keine Therapie. Keine Ergebnisgarantie.

Buchleser erhalten zehn Prozent auf ein Gespräch – und Gesprächskunden zehn Prozent auf das Buch.